Stabiles Geschäft für Zeitschriftenverlage

April 26, 2017 • Main-Main, Online Journalismus, Paid Content • Views: 94

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) hält momentan wieder seine jährliche Jahrespressekonferenz in Berlin. Die Bilanz von 2016 war positiv, ein Branchenumsatz von 14,8 Milliarden Euro wurde erzielt. Auch für das Jahr 2017 wird eine konstante Geschäftsentwicklung erwartet. Es wird aber auch mit einem Rückgang im Anzeigengeschäft um 1,9 Prozent gerechnet. Dahingegen wird laut der VDZ-Trendumfrage allein das Wachstum im Digitalgeschäft auf elf Prozent geschätzt. Im Vergleich zum Vorjahr erhöht sich der erwartete Umsatzanteil des gesamten Digitalgeschäfts auf 20 Prozent.

Neben zahlreichen weiteren Punkten, wurde auf der Konferenz auch der Ruf nach einem reduzierten Mehrwertsteuersatz für digitale Presse laut. Das wird als Voraussetzung zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Freien Presse angesehen.

Weiterhin erklärt die VDZ die Notwendigkeit der Gesetzgebung, die neuen Schranken im Urheberrecht zugunsten der Zeitschriftenverleger zu verbessern. Laut dem VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer ist die Presse- und Meinungsfreiheit durch das gut gemeinte, aber schlecht gemachte Netzwerkdurchsetzungsgesetz gefährdet. So muss Facebook bei bloßem Strafbarkeitsverdacht seiner Inhalte diese löschen, um Geldbußen zu vermeiden. Somit wären auch unzählige rechtmäßige Äußerungen, wie Presseartikel davon betroffen. „Es kann nicht sein, dass der Staat seine Hoheit auf Rechtsdurchsetzung ruhen lässt, um mit Facebook den größten Inhalteraum der Erde auch zum größten Zensor zu machen“, so Stephan Scherzer.

Insgesamt lässt sich sagen, dass sich das Digitalgeschäft zu einer tragenden Geschäftssäule entwickelt, wie die Umsatzerwartungen der Zeitschriftenverlage für 2017 zeigen. 74 Prozent der Verlagsmanager rechnen mit steigenden Umsätzen bei Online-Angeboten, gefolgt von Mobile- und Paid-Content-Angeboten.

Quelle: vdz.de

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